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Monday, 19. December 2016

Give me Five, Herr Bundespräsident

Joachim Gauck zu Besuch an der THS - Ein Überblick

Offenbach 29. November 2016

Überall Polizeikontrollen, Maschinenpistolen im Anschlag –
höchste Sicherheitsstufe für den Besuch von Bundespräsident Joachim Gauck (76) in Offenbach.

Fröhlich begrüßt der Bundespräsiden die Jugendlichen. Das erste Mal seit 35 Jahren, das ein Bundespräsident in die 130 000-Einwohner-
Stadt kommt – seit Karl Carstens' Besuch 1981.
Jubel bei Hunderten Schülern, als Motorrad-Eskorte und Security mit Blaulicht vorfahren. Gauck klettert aus dem 7er-BMW, klatscht mit den Schülern ab – Gejohle, Begeisterung.

Das Thema: Integration

50 Prozent der Offenbacher haben ausländische Wurzeln. Über das Miteinander von Einheimischen und Zugewanderten diskutiert der Bundespräsident mit Jugendlichen aus drei Schulen.

Gauck und Lebensgefährtin Daniela Schadt (56) erfahren, dass die Schüler in
Offenbach angstfrei ihre Kultur leben können, gut und schnell Deutsch lernen. Intensivklassen, Sport, Theater, Musik – die OF-Schulen bieten jede Menge kulturübergreifende Projekte, um Integration zu ermöglichen. Gauck zeigt sich beeindruckt: „Ich bin überrascht, wie gut ihr drauf seid. Ich bin stolz auf euch!"

Dann sprach Gauck vor 140 geladenen Gästen. „Einwanderung bringt immer Probleme mit sich, ist langer Prozess, der Jahre, manchmal Generationen dauert", sagte der Bundespräsident. „Nicht die Herkunft zählt, sondern die Haltung!" Die Trennlinie verlaufe für ihn nicht zwischen Kulturen, sondern „zwischen Demokraten und Nicht-Demokraten."

Zur Erinnerung an ihren Besuch in Offenbach haben Bundespräsident Joachim Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt literarische und kulinarische Gastgeschenk erhalten. Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD) überreichte Gauck einen seltenen Nachdruck von Georg Büchners „Der Hessische Landbote”. Das Original der Streitschrift wurde 1834 heimlich in Offenbach gedruckt. Außerdem bekam Gauck das Buch „Länderboten”. Darin schildern Menschen aus mehr als 100 Ländern ihr Leben und ihre Erfahrungen mit dem Zusammenleben in Offenbach.

Daniela Schadt bekam zusätzlich zum obligatorischen Blumenstrauß ein
Päckchen Pfeffernüsse - verbunden mit einem Sicherheitshinweis von OB
Schneider: „Vorsicht, Plombenzieher”.

Von: Sönke Schulenburg 29.11.2016 - 14:36 Uhr


Interessante Links zu Berichten über den Gauck-Besuch

Die Rede des Bundespräsidenten im Wortlaut

Pressestimmen und TV-Berichte über den Besuch

Artikel der Offenbach Post im Vorfeld des Besuches des Bundespräsidenten

 

Thema Integration:
Gauck spricht in Offenbach mit Schülern Bundespräsident Gauck in Offenbach

"Einwanderung ist beides: Bereicherung und Belastung"

Bundespräsident Gauck ist am Vormittag begeistert in Offenbach empfangen worden. Mit Schülern diskutierte er über das Thema Integration. "Alte und neue Deutsche" müssten mehr miteinander reden, forderte er.

Die "höchste Anerkennung, die Offenbach für jahrzehntelange
Integrationsbemühungen erhalten hat", nannte Oberbürgermeister
Horst Schneider (SPD) den Besuch von Joachim Gauck am Dienstag.
Rund 400 Schüler empfingen den Bundespräsidenten am Vormittag
jubelnd vor der Theodor-Heuss-Schule. Gauck sprach mit einigen von
ihnen über das Thema "Zusammenleben in Deutschland".

Offenbach sei "gezielt wegen der hier gemachten Erfahrungen
ausgewählt" worden, sagte Gauck. "Es gibt wohl kaum eine Stadt, in
der es passender wäre, über das Zusammenleben von Einheimischen
und Zugewanderten zu sprechen." An den Schulen lernen Jugendliche
aus 50 verschiedenen Nationen, insgesamt hat Offenbach den
höchsten Ausländer- und Migrantenanteil in Deutschland.

"Bereicherung und Belastung"


Gauck sagte in seiner Rede, die Menschen an der Spitze des Staates
wüssten diese Integrationsbemühungen zu honorieren. "Sie haben
Verbündete." Denn Migration und Integration blieben herausfordernde
Themen, schon allein durch die Flüchtlinge, die zuletzt nach
Deutschland kamen. "Einwanderung ist immer beides: Bereicherung
und Belastung. Vor allem aber ist sie ein langer Prozess." Wichtig sei
für die aufnehmende Gesellschaft, nicht zu dulden, "dass sich
Leitbilder halten, die unseren Grundsätzen zuwider laufen".

Voraussetzung für die Einwanderer sei, Teil der Gesellschaft werden
zu wollen: "Es hängt vom Willen jedes Einwanderers ab." Der Staat
könne nur die Bedingungen für Integration schaffen. Bisher finde das
Leben zu vieler Einwanderer noch abseits des Lebens der
Mehrheitsgesellschaft statt.

Insgesamt, so Gauck, sollten "alte und neue Deutsche mehr
miteinander reden". Denn die "entscheidende Trennlinie" verlaufe in
Deutschland nicht zwischen alten und neuen Deutschen, "die
entscheidende Trennlinie verläuft zwischen Demokraten und Nicht-
Demokraten, zwischen jenen, die eine offene, demokratische
Gesellschaft verteidigen wollen und werden, und jenen, die die
Meinungsfreiheit nur ausnutzen, um Zwietracht, Hass und Gewalt zu
säen". Nicht die Herkunft zähle, sondern die Haltung.

Schon vor dem Gauck-Besuch hatte Oberbürgermeister Schneider im
Gespräch mit hessenschau.de erklärt, Offenbach habe in Sachen
Integration große Fortschritte gemacht, etwa wenn es darum gehe,
Kindern von Migranten die deutsche Sprache zu vermitteln. Allerdings
sei es wichtig, dass die Menschen nach der gelungenen Integration in
Offenbach bleiben und nicht direkt wieder weiterziehen.
Veröffentlicht am 29.11.16 Quelle: dpa/lhe, hessenschau.de

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