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Monday, 03. July 2017

Vorbildliche Präventionsarbeit gegen Desintegration und Vereinsamung

Theaterprojekt „Zwischenraum“ begeisterte mit ihrer Performance in Offenbach.

Die Gäste im  Kulturzentrum „Hafen 2“ waren von der Aufführung  der Theaterprojekts „Zwischenraum“  begeistert. Viele Zuschauer kamen beim „Epilog“ auf die Bühne und tanzten gemeinsam mit den Darstellern zu Klängen der Popmusik. Damit sollte symbolisch demonstriert werden, dass Musik und Tanz die Menschen - unabhängig von ihrer Herkunft -  zusammenführen kann.

Ohnmacht wird authentisch deutlich

Eindringlich und authentisch inszenierten die jugendlichen Darsteller des Ensembles in ihrer Aufführung am 01.07.2017 die Themenbereiche  Flucht, Grenzen, Heimat und Toleranz. Die Darsteller kommen aus sieben verschiedenen Ländern u.a. aus Afghanistan, Somalia und Syrien und besuchen in der Theodor-Heuss-Schule (THS) die InteA-Klassen (Integration durch Anschluss und Abschluss). Sie verfügen über vielfältige Fluchterfahrungen, die sie ihrer Performance überzeugend darstellten. Die Ablehnung und Ohnmacht, die sie auf dem langen Weg nach Deutschland erfahren mussten, wurde in vielen Szenen unmittelbar und authentisch deutlich.

Kooperation mit St. Petersburg beflügelt die THS Schüler

Die Projektleiterin und Regisseurin Anna Yunysheva ist von der Entwicklung ihrer Darsteller begeistert. Sie führt diese auch auf die Kooperation mit der Theaterakademie St. Petersburg zurück. Die Theatergruppe war dort im Rahmen des internationalen Jugendtheaterfestivals „Halekin“ am 24. und 25. 04. 2017 zu Gast. Die  gemeinsamen Proben mit dem russischen Ensemble förderte die Motivation der jugendlichen Darsteller aus der THS. Sie sahen, wie intensiv die russischen Darsteller probten und ihre Rollentexte beherrschten. Das beflügelte die Motivation der deutschen Jugendlichen, was dazu führte, dass die Intensität und Qualität der Proben stetig zunahm. Das wurde in ihrer Performance im „Alexandrinski-Theater“ in Sankt Petersburg am 25.04.2017 und  nun im Kulturzentrum „Hafen 2“ sehr gut sichtbar.

Wie binationale Begegnungen Entwicklungen forcieren können

Anna Yunysheva berichtete davon, wie die Akzeptanz innerhalb der Theatergruppe mit jeder Probe und jedem Auftritt zunimmt. Der Respekt und die Empathie für das Schicksal der Ensembleteilnehmer untereinander habe sich positiv entwickelt. Wo sie früher noch beobachten konnte, dass einzelne Darsteller die Erfahrungen der anderen ungerührt zur Kenntnis nahmen, sei nun das Interesse am Schicksal der Ensemblemitglieder und damit das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gruppe gewachsen.

Damit habe die Intensität der gemeinsamen Arbeit, sowohl bei den Proben als auch bei  den Auftritten zugenommen. Sie sieht das Projekt auch als ein wichtiges Element für die Integration der jungen Menschen, die zu uns nach Deutschland gekommen sind. Wenn die Schüler die Schule nicht nur als einen Lernort , sondern auch einen Ort der Begegnung wahrnehmen, sei das auch  Präventionsarbeit gegen Desintegration und ein Schutz vor Einsamkeit und Perspektivlosigkeit. Ihre persönlichen Erfahrungen könnten die Jugendlichen auf der Bühne viel intensiver ausdrücken, als in jedem Schulunterricht, meint die Theaterpädagogin.

Ausbau des Theaterprojekts geplant

Frau Yunysheva  möchte das Projekt „Zwischenraum“  weiterentwickeln. Sie hat deshalb ein neues Konzept entwickelt, mit dem sie auch Schulen in Frankfurt als Kooperationspartner gewinnen will. Sie wünscht sich dafür eine ähnliche Unterstützung, wie die aus  der Stadt Offenbach.

Dankeschön an die Stadt Offenbach

Diese habe die Kooperation mit der Theaterakademie in Sankt Petersburg mit einer Spende in Höhe von  3000 € erst ermöglicht. Deshalb ist sie der Stadt Offenbach dankbar, da sie damit das Projekt  „Zwischenraum“ und deren integrative Funktion fördert. Die Regisseurin hofft nun, dass auch die Stadt Frankfurt und andere Städte diese vorbildliche Integrationsarbeit unterstützen werden.

Der nächste Auftritt von „Zwischenraum“ findet am 14.07.2017 im Rahmen des Jugendfestivals „WirMnp“ in Berlin statt. Dafür wünschen wir der Theatergruppe mindestens genauso viel Erfolg wie bei ihrem Auftritt im Kulturzentrum „Hafen 2“.

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