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Das Performance-Theater „Zwischenraum“ stellt sich vor

Video-Bildcollage zur Theateraufführung

Trailer zum Projekt

Fernsehbeitrag aus dem russischen Fernsehen

  • Intea-Schüler setzen sich im Rahmen ihrer Theaterarbeit mit eigenen Erfahrungen auseinander
  • Kooperation  zwischen der Theodor-Heuss-Schule, dem Kellertheater in Frankfurt und der Theaterakademie im russichen Sankt Petersburg
  • Konzept und Regie: Anna Yunysheva
  • verantwortliche Lehrerin in der THS: Pia Blume

„Zwischenraum“- Projekt überwindet russische Grenze
 
Schüler der Offenbacher Theodor-Heuss-Schule reisen für einen Theateraustausch nach Sankt Petersburg
 
Drei Stunden ließen die russischen Grenzbeamten sie zappeln. „Sie haben einen syrischen Reisepass, wie kommen Sie zu einem Visum für Russland?“, war eine der vielen unangenehmen Fragen, mit denen die Projektteilnehmer der THS aus der Schulform InteA (Integration durch Anschluss und Abschluss) bei ihrer Einreise in Sankt Petersburg konfrontiert wurden.


Dank der Theaterpädagogin und der Regisseurin Anna Yunysheva und der vielen offiziellen Schreiben seitens der Kooperationspartner – es kooperieren die THS, das Kellertheater Frankfurt und die Theaterakademie Sankt Petersburg – gelang es, für sechs der aktuell elf Projektteilnehmer Visa für Russland zu erhalten. Das Theaterprojekt „Zwischenraum“ bietet nun bereits das zweite Jahr den Teilnehmern, die ihre Heimatländer u.a. Somalia und Syrien verlassen haben, die Chance, sich in einem künstlerischen Prozess mit Themen wie Identität, Heimat, Flucht, Lebensraum, Toleranz und Grenzen auseinanderzusetzen.
 
Nach Deutschland Geflüchtete performen mit nach Russland Geflüchteten
 
In ihrer Heimatstadt Sankt Petersburg rief Anna Yunysheva parallel zu dem Projekt in Offenbach ein weiteres ins Leben. Der Regisseur und Theaterpädagoge Michail Patlasov arbeitet dort mit Jugendlichen, die aus ihren Heimatländern u.a. aus Aserbaidschan und der Ukraine flohen. Dank der finanziellen Unterstützung des Amtes für Integration der Stadt Offenbach, der Vizepräsidentin des Hessischen Landtages Heike Habermann und des Fördervereins der THS, konnte ein sechstägiges Zusammentreffen beider Ensembles stattfinden.
 
Persönlichkeitsentwicklung und Integration
 
Ute Steinmeyer, stellvertretende Schulleiterin, und Pia Blume, die verantwortliche Pädagogin, sehen in dem intensiven Spiel der Teilnehmer auf der Bühne und dem Austausch der Teilnehmer personale und soziale Kompetenzen gefördert.


„Es ist erstaunlich, wie schnell sie ihre persönlichen Grenzen überwinden und Berührungsängste abbauen konnten. Voller Respekt und Toleranz haben sich die Projektteilnehmer aufeinander einlassen können und sich über Kulturen und Religionen ausgetauscht. Dabei haben sie sprachliche Grenzen spielerisch überwunden.“ Beide betonen, dass es um die Persönlichkeitsentwicklung und den damit einhergehenden Integrationsprozess gehe.

Beindruckt zeigen sich Ute Steinmeyer und Pia Blume von dem Engagement und Durchhaltevermögen ihrer Schüler. Denn auf der „New Stage“ des „Aleksandrinsky-Theaters“, einem der bekanntesten Theaterhäuser Russlands, probten die Darsteller täglich mindestens acht Stunden.
 
„Berührende Szenen“ mit biografischem und dokumentarischem Charakter
 
Die Premiere, am 24. und 25. April in Sankt Petersburg hielt für das Publikum eine Collage von Szenen zu den oben genannten Themen bereit, durchwebt von Tanz und Musik aus aller Herren Länder. Die Zuschauer fühlten sich auf „eine Reise mitgenommen“. Die Darsteller erzählten von Wünschen und Träumen: vom Ankommen, von Freundschaft und Toleranz, von der eigenen Familie und der Kultur und natürlich von der ersten Liebe. Aber auch mit Widrigkeiten und unbequemen Wahrheiten wurde der Zuschauer konfrontiert: mit dem verlorengegangenen Vertrauen in die Politik, mit dem Krieg in Syrien, mit der Flucht und den Verlusten. Nachdem Suad und Mahmoud von den Bomben auf Aleppo erzählt hatten, stimmten alle ein und die Forderung hallt nach: „Keine Diktatoren!“
 
Das sei ein neuer frischer Blick auf unsere Welt.
 
So lautete das Fazit einer russischen Zuschauerin vor dem Hintergrund, dass das Thema „Flüchtlinge“ in der öffentlichen Wahrnehmung in ihrem Land kaum eine Rolle spielt. Durch das Theaterprojekt „Zwischenraum“ wurde in Sankt Petersburg Öffentlichkeit hergestellt für das in Russland bisher wenig beachtete Thema.

Alle Projektteilnehmer freuen sich bereits auf ihr Wiedersehen im Juli in Berlin im Rahmen des Russischen Festivals des Jugendaustausches „Wir – Mиp“.

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Junge Menschen, die aus individuellen Gründen vor ein bis zwei Jahren ihre Heimatländer verlassen haben, treffen in einer Klasse in Offenbach aufeinander. Sie begegnen uns und gleichzeitig begegnen wir ihnen.

Integration fordert nicht nur die jungen Menschen heraus, sondern uns alle – die Angekommenen und die Aufnehmenden: Sie bedarf Offenheit, die sich zeigt in Neugier, Interesse und Dialog. Aber auch Mut und Stärke sind erforderlich, wenn es darum geht, den Kontakt zum Fremden zu wagen, denn es stehen sich unterschiedliche, in der individuellen Wahrnehmung vielleicht gegensätzliche Kulturen und Traditionen gegenüber. Vor diesem Hintergrund gewinnen Themen wie Identität, Heimat, Lebensraum, Toleranz und Grenzen eine besondere Bedeutung.

Für Bühnenerfahrungen eignen sich diese Themen in besonderem Maße. Das Theaterlabor „Zwischenraum“ von Frau Yunysheva ist ein Performanceprojekt und bietet Jugendlichen den Rahmen, sich in einem künstlerischen Prozess mit diesen Themen auseinandersetzen und sich zu zeigen. Dabei ist Theater im klassischen Sinne hier nicht das Ziel. Vielmehr geht es darum, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit zu eröffnen, ihr eigenes Potential zu erkunden und auszudrücken. Es ermöglicht ihnen, ihre Identität und ihre Stärken zu stärken, indem sie sich zu anderen in Relation setzten, mit anderen gemeinsam eine veränder- und erweiterbare Performance erarbeiten, wobei die Ideen, Impulse und Einfälle der Schüler eine wichtige Rolle spielen. Gearbeitet wird in Modulen. Die Ergebnisse der jeweiligen Module werden mit den Schülerinnen und Schülern besprochen und in Zwischenaufführungen an Theaterabenden gezeigt. Ausgewählte Szenen und Elemente werden abschließend zu einem Stück und präsentiert.

Das Performance-Projekt „Zwischenraum" wird von Regisseurin und Theaterpädagogin und Regisseurin Anna Yunysheva mit Schülerinnen und Schülern der Schulform InteA (Integration und Abschluss) der Theodor-Heuss-Schule in Offenbach realisiert und von den Klassenlehrerinnen Frau Blume und Frau Goldbach unterstützt.

Bisher haben die Schülerinnen und Schüler am internationalen Festival „Fluchtpunkt“ im Schauspiel Frankfurt im Januar 2016 teilgenommen und im selben Jahr erfolgreich ihre Performance im Kellertheater in Frankfurt, im RUK in Rumpenheim und im Deutschen Ledermuseum in Offenbach aufgeführt. Ein Treffen mit dem Parallelprojekt der Theaterakademie in Sankt Petersburg gab es im Oktober in Frankfurt, bei dem die Teilnehmer beider Projekte sich miteinander ausprobiert und im Kellertheater performt haben. Ein Wiedersehen in Sankt Petersburg ist für April 2017 geplant.

 

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